Valentinstag

Zur Feier des Tages habe ich mir und meinem Rad (Miguel) eine lange Ausfahrt geschenkt. Das schöne Vorfrühlingswetter machte die Entscheidung leicht.

Damit es nicht wieder nur dröges GA1 wird, habe ich ein kleines Spielchen eingebaut. Und zwar hatte ich mir vorgenommen, möglichst immer grüne Welle zu fahren. 🙂
Das ist besonders im Hamburger Stadtverkehr nicht immer einfach. So musste ich einige male spontan den großen 53er-Kuchen auflegen, um noch bei dunkelgelb über die Kreuzung zu preschen. Hat mitunter großen Spaß gemacht. Leider habe ich später die entsprechende Rechnung bekommen. Bin halt etwas zu dynamisch losgefahren. Große Scheibe, Wiegetritt und Sprints passen dann eben doch (noch) nicht zu einer 120km Tour. Schlussendlich lief es aber ganz gut, so dass ich nach vier Stunden meine Pasta genießen konnte.

Ach ja, ich bin schon wieder an diesem tollen Schild vorbeigekommen. Hat schon mal jemand dort geparkt?

Tage wie diese…

Diese Woche lief nicht ganz optimal. Es waren einfach zu viele Baustellen.

Leider gibt es neben der schönsten Nebensache der Welt – dem Sport – auch noch andere Dinge, die Aufmerksamkeit verlangen und manchmal auch richtig Kraft kosten. Zu nennen wäre da zum Beispiel die Arbeit. Als Freelancer neigt man anscheinend dazu, regelmäßig zu viele Projekte anzunehmen. Je komplexer einzelne Aufgaben werden, desto eher rennt man auch mal in eine zeitliche Falle. Und dann kann es passieren, dass sich irgendwann eine große Welle vor dir auftürmt, die schon anfängt zu schäumen. So war es diese Woche. Eine Mail bearbeitet, schon sind vier neue nachgewachsen. Echt zum verrückt werden.
Dieses mal konnte ich noch in letzter Sekunde davon kraulen, aber es hat tierisch Kraft gekostet. Zur Mitte der Woche war ich dermaßen platt und fühlte mich echt krank. Dazu kamen Dunkelheit und Regenwetter. Kilometer hab ich großartig keine gesammelt, immerhin hab ich zwei gute Läufe gemacht und eben war ich noch beim Kieser-Training. Jetzt muss ich aber erstmal auf die Couch. Morgen geht die nächste Woche los und die muss ich deutlich besser takten.

Noch 150 Tage

Seit meiner Anmeldung im Oktober ist nun einiges Wasser die Elbe runtergelaufen und der Countdown zählt die Tage fleißig Richtung Null.

Das Projekt BC Bike Race wird nach und nach schärfer vor meinem inneren Auge und es stellt sich das Gefühl ein, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Was hat sich also bisher getan?
Erstmal hab ich ein neues Rad bestellt. Dann habe ich regelmäßiges Training in den Alltag eingebaut – im Januar immerhin knapp 700km. Auch wenn es nicht ganz leicht fällt, mich vom Marathonlaufen zu verabschieden.
Um das Wintertraining etwas zu versüßen, habe ich schon mal eine Woche Rennstall auf Mallorca gebucht. Zur Mandelblüte über die leere Insel zu zischen, ist einfach nur traumhaft. Die fehlenden Höhenmeter kann ich dann auch nachholen.
Ja und dann habe ich mit STEVENS einen „Sponsor“ gefunden, das freut mich besonders.

Meine größte Sorge, als einziger Deutscher anzutreten, hat sich nicht bestätigt. Ich habe zwei Jungs aus Gummersbach gefunden, die genauso verrückt sein müssen wie ich.

Seit letzter Woche ist nun auch endlich die Reise an sich gebucht. Also Flüge, Camper und ein bisschen drumherum. Wir wollen ja nach dem Rennen auch noch Familienurlaub machen. Es gibt noch viel zu tun, aber es bleibt definitiv spannend.
Keep on riding!

Fast

hat es mich erwischt.

Der Albtraum eines jeden Radsportlers: Die Kollision mit einem anderen Fahrzeug.
Es gibt ja nicht überall feingeteerte, drei Meter breite Radwege; also muss man – alleine schon um Defekten oder permanentem Stop-and-Go vorzubeugen – auch mal auf der Straße fahren. In Hamburg wurden sogenannten Schutzstreifen eingeführt, um Autos von Radfahrern (zumindest optisch) zu trennen.
Das Szenario heute morgen in Foolsbüddel war so: Links neben dem Schutzstreifen parkte ein Geldtransporter und blockierte die ganze rechte Fahrbahn. Der Schutzstreifen aber war frei. Und da ich in der Regel nicht viel Zeit habe zu entscheiden, sah ich eine verlockende Gasse rechts neben dem Transporter und den dicht an dicht parkenden Autos.

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Schlamm. Schlacht.

Getreu dem Motto „trainiert wird bei jedem Wetter“ war ich heute ein bisschen im Alstertal unterwegs. Gut, es war zwar nicht British Columbia, aber die Bedingungen waren zumindest schon mal richtig anspruchsvoll: Regen von oben und komplett aufgeweichte Böden unten. Laub und Wurzeln schön glatt, ideal zum Hinschmeißen. Habe ich dann auch gleich zweimal „geprobt“. 🙂
Vor lauter Straßentraining hatte ich schon fast vergessen, dass das BCBR ja ein Mountainbike-Rennen ist. Und knapp 40km im Matsch sind besser als nichts.

Stumpf!

Die heutige Runde war speziell. Erstens weil es keine Runde war (50km geradeaus, drehen und wieder 50km geradeaus) und zweitens war es so erbärmlich kalt, dass ich zwischenzeitlich an mir zweifeln musste. Die Beine waren zwar super, aber ohne Mos Def und Ice Cube wäre ich definitiv nicht nachhause gekommen.
Zumindest weiß ich jetzt, dass ich so schnell nicht mehr nach Bad Segeberg muss.

Auf der Suche nach dem verlorenen Gold

oder raus aus dem Komfortzone!

Wunderbare Stimmung – aber saugefährlich zu fahren.

Als wir heute morgen aufgestanden sind, war draußen alles weiß. Ida hat sich gefreut und ich im Prinzip auch. Endlich wieder ein bisschen Licht. Doch es war Freitag und nach optimalen Bedingungen für Radtraining sah es nicht aus. Aber ich war heiß (!) und so hab ich mich gleich nach der Kita (0930) dick eingepackt und bin mit dem Renner runter. Hmm… Die Straßen waren ja nicht weiß – aber sie waren glatt, verdammt glatt.

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Vorgeschmack

„Das BCBR ist Kult. Jedes Jahr innerhalb weniger Tage ausgebucht führt es 320 Kilometer durch die fahrtechnisch anspruchsvollen Regionen in BC.
Wer finisht, findet nur schwer ins normale Leben zurück.“

„Mit 40 droht die Midlife Crisis. Dann ist es Zeit für einen Sportwagen, die zweite Frau oder einen Schnitt im Beruf. Redakteur Listmann meldete sich lieber fürs BC Bike Race in Kanada an – dem anspruchsvollsten Bike-Rennen auf dem Planeten.“

„Wenn das die Midlife Crisis ist, dann kann es so weitergehen.“

In den letzten Tagen habe ich ein paar Rennberichte gelesen und bin über diese Zeilen gestolpert. Danke für den tollen Vorgeschmack an Christoph Listmann. Awesome! 🙂