Tag 0 – Campos, Sa Rapita und zurück

95km wie ein absoluter Anfänger

Jetzt bin ich endlich da – auf Malle. Vor mir liegt eine intensive Trainingswoche, auf die ich mich schon seit langem gefreut habe.

Nachdem die sehr frühe Anreise trotz Zeitumstellung wunderbar geklappt hat, wollte ich natürlich schnellstmöglich mein Leihrad in Augenschein nehmen und dann eine kleine Runde einrollen. Leider fiel die Ausleihe in die Mittagspause der Werkstatt, so dass ich mein Rad nicht richtig einstellen konnte. Bis drei wollte ich nicht warten, eigenes Werkzeug hab ich nicht mit (Fehler 1), also bin ich los.

Nachdem ich schon 30km auf der Uhr hatte, fiel mir ein, dass ich gar nix zu essen mit hatte (Fehler 2) und Mittag hatte ich ja auch gar nicht gegessen (Fehler 3). Naja, ich könnte zur Not in einem Café einkehren. Upps, Geld hatte ich auch nich eingesteckt (Fehler 4). Und plötzlich hatte ich das Gefühl, mich etwas verfahren zu haben. So geriet ich kurzfristig etwas in Wallung. Ich habe mich dann wieder an die Streke (von vor 7 Jahren) erinnert und mit kräftigem Rückenwind ging es Richtung S’Arenal.

Vom Fast Train, der mich irgendwann fast überrollt hat, erzähle ich ein anderes mal. Jedenfalls war es mir nicht möglich, mit 48km/h auf der Geraden (!) an die Jungs ranzufahren. Immerhin waren es keine Triathleten. Haha. 🙂

Am Ende ist alles gut gegangen. Aber nochmal darf so etwas nicht passieren, Herr Huppach!

Heute Abend ist das Briefing. Mal schauen, welche Leute dabei sind und was sie so vorhaben. Dementsprechend werde ich mich einsortieren. Tendenziell bin ich am ersten offiziellen Tag aber eher vorsichtig.

Schlamm. Schlacht.

Getreu dem Motto „trainiert wird bei jedem Wetter“ war ich heute ein bisschen im Alstertal unterwegs. Gut, es war zwar nicht British Columbia, aber die Bedingungen waren zumindest schon mal richtig anspruchsvoll: Regen von oben und komplett aufgeweichte Böden unten. Laub und Wurzeln schön glatt, ideal zum Hinschmeißen. Habe ich dann auch gleich zweimal „geprobt“. 🙂
Vor lauter Straßentraining hatte ich schon fast vergessen, dass das BCBR ja ein Mountainbike-Rennen ist. Und knapp 40km im Matsch sind besser als nichts.

Vorgeschmack

„Das BCBR ist Kult. Jedes Jahr innerhalb weniger Tage ausgebucht führt es 320 Kilometer durch die fahrtechnisch anspruchsvollen Regionen in BC.
Wer finisht, findet nur schwer ins normale Leben zurück.“

„Mit 40 droht die Midlife Crisis. Dann ist es Zeit für einen Sportwagen, die zweite Frau oder einen Schnitt im Beruf. Redakteur Listmann meldete sich lieber fürs BC Bike Race in Kanada an – dem anspruchsvollsten Bike-Rennen auf dem Planeten.“

„Wenn das die Midlife Crisis ist, dann kann es so weitergehen.“

In den letzten Tagen habe ich ein paar Rennberichte gelesen und bin über diese Zeilen gestolpert. Danke für den tollen Vorgeschmack an Christoph Listmann. Awesome! 🙂

Bike No. 7

Getreu dem Motto „Tatsachen schaffen“ habe ich als letzte Tat des Jahres tatsächlich noch ein Bike bestellt. So Gott STEVENS will, habe ich Anfang April ein neues Jura Carbon SL im Stall. Ein wirklich geiles Teil.

In den Hintern…

Die dunklen Hamburger Tage verschwinden wie der Inhalt meines Bunten Tellers und ich denke, es ist so langsam an der Zeit, die große Planung zu starten. Den ersten Maßnahmenkatalog habe ich soeben verabschiedet:

  • Mit der Familie sprechen (auf Kurs bringen)
  • Festen Trainingstag einplanen (am besten freitags)
  • Trailbike kaufen (wird schwierig, wie ich bereits rausfinden musste)
  • Countdown installieren (erhöht den Leidensdruck)

Ein neues Projekt, ein neues Bike?

Danke Friederike für das passende Bild.

Lass mal zählen… Also ich hab

ein Alltagsrad, ein 24″-Trial-Bike, ein 26″-Trial-Bike, ein Fixie, ein Rennrad, ein Hardtail und ein Einrad.

Macht 6 1/2 Fahrräder. Für die einen mag das viel erscheinen, für die anderen fehlt da ganz klar noch was. Jo, ein Fully, Trail oder Allmountain mit anständiger Dämpfung. Und wenn ich dann lese „Definitely don’t go full XC. Don’t bring your hardtail, long stem, and skinny tires.“, dann fällt die Entscheidung nicht schwer.